Schützt das Biosphärenreservat! Die IGLSW bleibt dran.

Trotz TEN-V, trotz Verkehrswende – die B10 wird stoisch weiter ausgebaut. Weiterhin werden Fakten geschaffen, ohne sich der Belange der Anliegergemeinden anzunehmen. Auch dem besonderen Schutzbedarf im Biosphärenreservat kann mit dem Ausbau nicht Rechnung getragen werden. Die IGLSW hat sich deshalb mit einem Appell nochmals an Presse und Politik gewandt.


Betreff:   Zukunft der Bundesstraße 10 im Pfälzerwald

Sehr geehrte Empfänger,

wir, die Bürger-IG Landschaft Südwest (IGLSW) haben ein Anliegen:

Die Bundesstraße 10 soll durch das Zentrum des Biosphärenreservats Pfälzerwald zur vierspurigen Fernstraße ausgebaut werden. In konventioneller Bauweise würde die Queichtal-Landschaft, eine touristische Prädikatslandschaft, unausgleichbar zerstört. Für den Bereich um Annweiler am Trifels hat der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Mobilität (LBM) im November seine Planungsvarianten öffentlich vorgestellt: Zum breiten Straßenband kämen ausgreifende Kreisverkehre hinzu, Abgrabungen, Aufschüttungen, um das heutige Straßennetz möglichst direkt an die Fernstraße anzubinden. Für den Ausbauabschnitt westlich bis Hinterweidenthal gilt sinngemäß das Gleiche; bei Wilgartswiesen ist zudem eine LKW-Rastanlage in Planung.

Zusammengefasst:

Dieser Zentralbereich des Biosphärenreservats Pfälzerwald würde de facto zu einem Teil der oberrheinischen Agglomeration MA-LU-KA.

Die B10-Anliegergemeinden im Biosphärenreservat und der Prädikatstourismus müssten sich in heute noch stille Gebiete hinein entwickeln bzw. zurückziehen.

Das Biosphärenreservat wäre nicht mehr das, wofür es 1992 durch die UNESCO ernannt wurde und was es heute weitgehend noch ist.

Auf konventionelle Weise darf die B10 daher nicht ausgebaut werden!

Eintunnelungen mit anschließender Übererdung sowie Anschlüsse ohne ausgreifende Kreisverkehre wären Optionen bzw. Fordrungen. Den Ausbau auf die wenigen kritischen Stellen zu beschränken, wäre das Optimum.

Ein vierspuriger Vollausbau ist überdies nicht nötig:

Für den LKW-Ferntransit steht die vergleichsweise nahe A6 als Teil des Trans-European-Network (TEN) zur Verfügung. Sie wird derzeit sechsspurig ausgebaut.
Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030, vom Klimakabinett der Bundesregierung beschlossen, wird der Verkehr auf der B10 nicht zunehmen, wie das im Bundesverkehrswegeplan 2030 seinerzeit angenommen wurde.

Daher bitten wir Sie heute:

Setzen Sie sich für den Erhalt der Landschaft und der Lebensqualität im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein. Bitte fordern und unterstützen sie eine B10-Planung, welche dem gerecht wird.

Mit freundlichen Grüßen,
i.A.  Rudolf Ahrens-Botzong

IG Landschaft  Südwest (IGLSW), Verein gemäß § 54 BGB


Dieser Brief wurde an 32 politische Entscheider gesandt.

Ein Gedanke zu „Schützt das Biosphärenreservat! Die IGLSW bleibt dran.“

  1. Keine Pfälzerwald Transitautobahn !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Was hier verbrochen wird ist inakzeptabel.

    Die Zerstörung unseres Biosphärenreservats für den Transit-Schwerlastverkehr auf der B 10 ist im Vormarsch. Gegen die Anwohner, gegen die Natur, gegen die eigenen Bestimmungen.

    ICH sage NEIN zur europäischen LKW-Transitautobahn mitten durch den Pfälzerwald!

    Erde = Böden planieren, zu betonieren / Abgase in die Luft ect. ect….
    Haben „Wir“ nichts dazugelernt von Fehlern u. Schäden (was bisher geschah) ???
    Keine weitere Zerstörung unserer Natur (soweit – wenig es diese noch gibt)
    = Zerstörung unseres Lebens !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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